Ob Anne of Green Gables golfen kann?

Guten Morgen P.E.I.! Unser erster Tag auf der Insel beginnt mit trockenem Wetter und milden Temperaturen. Aus meinem Hotelfenster kann ich den kleinen Yachthafen sehen und bekomme eine große Sehnsucht sofort ein Segelboot zu entern und raus zu fahren. In Deutschland bin ich gerade mittendrin im Segel und Motorbootprüfungsstress und die Bay hier in Charlottetown lockt einfach sehr verführerisch!

Unser Guide Craig hat heute eine kleine kulturelle Tour durch die Stadt für Magda und mich vorbereitet, und so startet unsere kleine Walking Tour (logo zu Fuß – alles so nah hier!!) im Confederation Centre of Arts gleich um die Ecke. Hier mischt sich P.E.I…s Kultur gleich auf mehreren Ebenen: Eine Kunstgalerie, ein Theater und Charlottetowns größter Veranstaltungskomplex – alles unter einem Dach. Wir starten mit einem Gang durch die Galerie und lernen noch mehr über unsere kleine rothaarige Anne und ihre Schöpferin. Eine unendliche Bilderflut und ein gebundenes Exemplar des Buches aus jedem erdenklichen Land. Magda und ich stellen fest, dass Übersetzungen so ihre Tücken haben – so heißt das Buch in Polen frei übersetzt „Anne vom grünen Hügel“ und in Deutschland „Anne auf Green Gables“…..gemeint ist eigentlich so was wie „Anne aus dem Haus mit dem grünen Giebel“…nun ja…fast Craig ist ein wenig entsetzt als wir ihm unsere Entdeckung mitteilen. Das Theater des Confederation Centre of Arts glänzt mit großartiger technischer Ausstattung und einer absoluten Erfolgsgeschichte: Seit 45 Jahren wird hier ohne Unterbrechung das Musical „Anne of Green Gables“ aufgeführt. ( neben vielen wechselnden anderen Produktionen natürlich).

Terry, ein Mitarbeiter des Theaters nimmt uns mit auf eine kleine Backstage Tour – drollige Blümchenkleider, Schulbänke aus der Zeit um die Jahrhundertwende – hier hinter den Kulissen stauen sich Perücken neben Bühnenmöbeln, und befindet sich der Kleiderfundus gleich neben der Waschküche. Eine Mitarbeiterin ist doch tatsächlich den ganzen Tag nur damit beschäftigt, putzige lange, weiße Unterhosen mit Spitzenrand zu waschen und zu bügeln.

Nach einem ausgiebigen Lunch geht es (doch tatsächlich per Auto!) zur Canadian Golf Academy. Die Anlage nennt sich „Fox Meadows“ und spätestens als ein Fuchs mit unserem Golfball abhaut wissen wir auch warum! Golf ist eh eine große Sache auf der Insel, was mich sehr freut. Ich bin zwar mit einem Jahr Platzreife noch blutige Anfängerin, aber ich gebe mein bestes sobald es die Zeit zulässt. (leider viel, viel zu selten der Fall…) Wir bekommen eine kleine Schnupperstunde bei einem Trainer der Academy. Und während ich an meinem Schwung arbeite (sagt man doch so auf golfisch, oder?), hat Magda ihre ersten Naherlebnisse mit Schläger und Ball. Und sie ist treffsicher! Unser Golfbuggy wird gleich mehrfach von ihr mit Bällen bedacht… dumm nur, das der links von uns steht. Bei jedem erneuten scheppern lachen wir uns schlapp, und unser Trainer schaut besorgt.

Von der Fuchswiese geht’s zum Culinary Institute der Insel. Ein College, welches in den verschiedensten Richtungen der Gastronomie und des Restaurant und Tourismus Managements ausbildet. Hier treffen wir nicht nur auf die kanadische Chefköchin Pam, sondern auch auf Hans und Richard – kulinarische Meister aus Österreich und der Schweiz. Wir bekommen eine Führung durchs College und ich wünsche mir in diesem Moment sehr, einen kanadischen Kochkurs machen zu können. Denn die Küche ist hier wirklich exzellent!! Leider bleibt dafür heute keine Zeit. Aber ich werde auf jeden Fall Daumen drücken, wenn das Team von Hans in wenigen Wochen bei der „Culinary Olympiade“ in Erfurt in good old Germany antritt.

Der Abend hält wieder ein herausragendes Abendessen bereit – Craig hat wirklich einige der schönsten Plätze der Insel ausgesucht. Nur irgendwie bin ich nach all den Tagen immer noch spätestens um 21:00 Uhr platt wie ne Flunder und könnte am Tisch wegnicken. Mannomann… dabei hat Charlottetown so viele tolle Pubs zu bieten. Wir schmieden das gemeinschaftliche Vorhaben, am Samstagabend so richtig einen Zug durch die Gemeinde zu machen – Hand drauf!! Aber jetzt erstmal schlummern gehen!

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